Aktuelle Seite: über KARATE   •   Geschichte

Vorweg muss gesagt werden, dass es heute nur noch sehr wenige gesicherte Angaben zur Entwicklung des Karate gibt. Zur Zeit als sich das Karate entwickelte wurden keine schriftlichen Aufzeichnungen über diese Kunst gemacht, das begann erst zum Ende des 19. Jahrhunderts, als das Karate langsam aus den geheimen Trainingsstätten an die Öffentlichkeit gelangte.

Früher war die Insel Okinawa, im Süden Japans eine - aus eigener Sicht - unabhängige Provinz, welche als Handelsknoten zwischen Japan und China lag. Viele Gesandte Chinas kamen nach Okinawa und umgekehrt. So kam es auch, dass die Kampfkünste (zum Beispiel der Shaolin) nach Okinawa fanden.

Die drei wichtigste Städte für den Handel mit China waren Naha (Haupstadt der Provinz), Shuri und Tomari. Diese drei Städte lagen alle innerhalb eines Umkreises von 3 Kilometern. Auf diesen Bereich beziehen sich heute die meisten Aufzeichnungen über die Herkunft und Entwicklung des Karate.

Durch den regen Handel, die Reisenden Botschafter und Gelehrten zwischen Okinawa und China wurden alsbald die chinesischen Kampfkünste nach Okinawa gebracht und umgekehrt reisten auch Meister aus Okinawa nach China, um neue Methoden und Techniken zu lernen.

Über die nächsten Jahrzehnte entwickelte sich so das klassische Okinawa-Te (Die Hand von Okinawa) weiter und wurde stark von den chinesischen Kampfkünsten (z.B. das Gungfu) beeinflusst. Zum Okinawa-Te gehörte auch der Umgang mit verschiedenen Waffen.

Ende des 19. Jahrhunderts begann Funakoshi Sensei, der Begründer des modernen Karate, mit seiner Arbeit die okinawische Kampfkunst nach Japan zu bringen und dort zu etablieren. Sein Ziel war es die Kampfkünste an den Sportunterricht an Schulen und Universitäten das Landes zu etablieren.

Um einen solchen Schritt zu gehen, musste das Karate "entschärft" werden, damit es sicher an den Schulen gelehrt werden konnte. Dazu entwickelte Funakoshi Sensei den Shotokan-Stil des Karate, welcher heute der populärste Karatestil der Welt ist. Einer, aus seiner Sicht, der notwendigen Schritte dazu war die Veränderung der Schreibweise von Karate. Früher nutze man die Zeichen 唐手 für chinesische Hand, welche er auf 空手 für leere Hand änderte. Beide Schreibweise werden Karate ausgesprochen. China heißt in Japan sinnlich übersetzt: Leeres Land.

Heute gibt es unzählig viele Stile des Karate und viele haben auch ihre Berechtigung. Jedoch haben sich neben diesen Stilen 4 traditionelle Stile etabliert:
  • Shotokan
  • Goju-Ryu
  • Wado-Ryu
  • Shito-Ryu
Neben diesen 4 Stilen gibt es noch das Kyukushinkai, welcher der einzige traditionelle Vollkontakt Karatestil ist. Das Kyukushinkai ist aus den anderen Stilen hervorgegangen mit dem Ziel des Vollkontaktwettkampfes als Zentrum des Trainings.

Die vier traditionellen Stile sind untereinander recht verschieden, doch egal welchen man wählt, nach jahrelangem Training wird man feststellen, dass alle vier gleichen Ursprungs sind und letztenendes nur ein Weg, wie man Karate lehrt und lernt.

Oft wird gesagt, man solle entscheiden welchen Stil man nimmt, indem man seine Körpergröße/-statue ansieht und dahin gehend auswählt. Mindestens genauso oft wird auch gesagt, dass eine solche Zuordnung nichts bringt.

Des Weiteren liest man auch oft, dass diese Stile aus den Stilen der Städte Shuri und Naha hervorgegangen sind, wenn man jedoch bedenkt, das diese beiden Städte gerade mal drei Kilometer auseinander liegen, so ist es eher unwahrscheinlich, dass sich auf so kleinem Gebiet zwei unterschiedliche Stile ohne jeglichen Austausch entwickelt haben.

Welche Ansicht man auch vertreten möge, wichtig ist, das man mit seiner Wahl glücklich wird. Deshalb kommen Sie bei uns vorbei und lernen Sie das Shotokan Karate von seiner schönsten Seite kennen.
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